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Montag, 26. Juli 2010

Atom-Alarm in München

Am 26. Juli haben Anti-Atom-Aktive in München "Atom-Alarm" geschlagen - wie auch in rund 60 Wahlkreisen im ganzen Land. Lautstark und unüberhörbar machten sie dem CSU-Abgeordneten Peter Gauweiler deutlich, dass die Menschen in ihrem Wahlkreis keine längeren AKW-Laufzeiten wollen!

Aktionsbericht und Bilder von den Organisator/innen

Gegen 11:15 uhr waren wir, wenn auch verspätet wegen kabelbinder-einkauf (die dinger sind super zum sandwich-basteln), zu zweit vor dem gebäude der csu-landesleitung in der münchner nymphenburger straße 64.

nach kaum 5 minuten bekamen wir den ersten besuch der ordnungshüter - die beiden waren uns gleich als "bewacher" der eingangstür aufgefallen. wie üblich stellte man sich vor und danach begannen wir mit dem auspacken des aktionspakets. einige bekannte gesichter und die ersten besucher der anstehenden kundgebung wurden gleich zum verteilen der flyer und tröten engagiert.

so ab viertel vor 12 uhr wurden auf einmal der bürgersteig und radweg voll. als so etwa 30 bis 40 leute anwesend waren und sich von den helfenden händen gerne ausstaffieren ließen, machte sich zum ersten mal ein wenig zufriedenheit breit... es haben also wirklich ein paar menschen an diesem etwas ungewöhnlichen termin interesse haben.

als ich um 12 uhr die kundgebung für eröffnet erklärte, bemerkte ich erstaunt, das zu diesem zeitpunkt bereits etwa 100 leute - alle mit irgendwelchen lärm-geeigneten utensilien ausgestattet - für unsere sache vor ort waren.

es hat schon mal einen riesen spass gemacht, den ohrenbetäubenden lärm ins gesicht zu bekommen, als die eröffnung der veranstaltung mit den worten schloss:" lasst es krachen!!!"

so gegen 13 uhr bekam ich die meldung, das die menschenmenge mittlerweile auf ca 170 personen angewachsen war... wow!!! damit hatte ich wirklich nicht gerechnet.

ein mensch aus dem csu-gebäude sagte mir auf nachfrage, das sein arbeitsbereich die "sicherheit" sei und er keine politischen themen bearbeite. das vorhandene infomaterial und eine erklärung nahm er jedoch gern entgegen, und sagte mit dem verweis auf die jetzige urlaubszeit zu, die unterlagen an die entsprechenden stellen im hause weiterzuleiten. na immerhin, denn von der münchner fdp war im vorfeld der aktion nicht einmal eine antwort zu bekommen.

der ziemlich genau 2 stunden andauernde lärm wurde 2 mal von kurzen wortbeiträgen unterbrochen, in denen nochmals der sinn der veranstaltung herausgestellt und auf den 18. september in berlin hingewiesen wurde. allen teilnehmer/innen sei an dieser stelle für ihre ausdauer beim krach machen gedankt... jeder/jedem dürften noch ne weile die ohren klingeln.

Text und Fotos von Jörg Wilke

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